Bericht

Zehnte Auflage des Hermannsburger Kinder- und Jugendhandball

 

Hermannsburg. Bereits zum 10mal fand am vergangenen Wochenende am 14. und 15. Juni, auf dem idyllisch gelegenen Waldsportplatz in Hermannsburg, das traditionelle Kinder- und Jugendhandballturnier des TuS Hermannsburg statt. Durch widrige Umstände war es zu zeitlichen Verzögerungen in den Vorbereitungen gekommen, doch trotz allem gelang es den Organisatoren der Handballabteilung und des Fördervereins Jugendhandball, erstmalig über 150 Mannschaften aus 27 Vereinen und an die 1.600 aktive Kinder- und Jugendliche aus ganz Norddeutschland für eine Meldung zum dem diesjährigen Jubiläumsturnier zu begeistern. So berichtet Stephan Ballüer (Organisationsteam), dass man wohl mit einer größeren Nachfrage, doch nicht mit so ein Ansturm gerechnet habe. Bereits vor dem offiziellen Meldeschluss Ende Mai, waren sämtliche Vorjahresrekorde gebrochen. Am Ende zählte man knapp 170 Mannschaften, die sich für eine Teilnahme am Turnier 2008 interessierten. 

 

Dank eingespielter Helferteams, konnten die Vorbereitungen mit allen Aufbauten bereits am Freitagabend abgeschlossen werden. Ein besonderer Dank ist erneut an alle ehrenamtlichen Helfer der regionalen Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes zu richten, die sich mit großem Einsatz  am Aufbau der Zeltstadt auf dem ehemaligen Freibadgelände beteiligten. Der Kreisverband des DRK stellte wieder entsprechende Großraumzelte zur Verfügung, so dass 300 Kinder und Jugendliche der SG Hamburg-Nord nur noch ihre Zelte beziehen mussten und damit ein Aufbauchaos entsprechend vieler kleiner Zelte vermieden werden konnte. Trotzdem galt es, auch aus anderen Vereinen, wie z.B. der Eintracht Hildesheim, der TV Eintracht Sehnde, der SG Misburg, MTV Schöningen, TuS Brockel, SG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf, MTV Soltau, … noch weitere aktive Sportler, die sich für eine Übernachtung in Hermannsburg entschieden, unterzubringen. Insgesamt nutzen 722 Kinder u. Jugendliche dieses Angebot der Zeltstadt und so stieg die „Einwohnerzahl“ Hermannsburgs für diese Nacht um knapp 10%.

 

Pünktlich um 11:00 Uhr am Samstag konnten dann die ersten Begegnungen der Mannschaften in der Vorrunde angepfiffen werden, bevor gegen 19:00 Uhr alle ungeduldig auf die Siegerehrung der Staffeln der männlichen und weiblichen A- bis C-Jugenden warteten. Es braucht schon seine Zeit, bis am Samstag aus an die 80 Mannschaften insgesamt 6 Turniersieger ermittelt wurden, so Matthias Dening, der im Rahmen der Spieltechnik die insgesamt 223 Begegnungen koordinierte.

 
Ergebnisse der erstplatzierten vom Samstag:
 
mA                 
1.MTV Müden 
2.MTV Soltau 
3. Eintracht Hildesheim 1 

          

 
 
wA
1.HSG Lüneburg                                              
2.SG Hamburg-Nord 2                                     
3.HSG Adelheidsdorf./Wathlingen        
 
 
mB
1.Eintracht Hildesheim 1
2.JSG Wittingen/Stöcken        

3.SG Hamburg-Nord 2 
 
 
 
 
wB
1.SG Hamburg-Nord 1
2.TuS Hermannburg
3.SGH Rosengarten     
 
 
mC
1.Eintracht Hildesheim 2         

2.SG Hamburg-Nord 2

3.SG Hamburg-Nord 5 
 
 
wC
1.SG Hamburg-Nord 1
2.SG Hamburg-Nord 2
3.SV GW Hodenhagen
 

Nicht anders sah es am Sonntag aus, als es darum ging, die Turniersieger der jüngern Staffeln von der D-Jugend bis zu den „Minis“ (F-Jugend) zu ermitteln. Vorher galt es aber erstmal gut zu frühstücken und über 700 Kids machten sich über das bereits wartende Frühstücksbuffet her, was die Damenmannschaft der Hermannsburger in Hotelmanier zusammengestellt hatte.

 
Ergebnisse der erstplatzierten vom Sonntag:
 
mD                 
1.SG Hamburg-Nord 1 
2.JSG Uelzen   
3.Eintracht Hildesheim
 
 
 
wD
1.SG Hamburg-Nord 1                        
2.TuS Bergen                          
3.Eintracht Hildesheim 
 
 
mE
1.MTV Soltau 1

2.JSG Uelzen

3.SG Hamburg-Nord 1 
 
wE
1.TuS Bergen
2.SG Hamburg-Nord 2
3.SG Misburg  
 
Minis
1.MTV Soltau 1

2.MTV Müden
3.MTV Soltau 2

Somit wurden an diesem Turnierwochenende insgesamt 432 Begegnungen auf insgesamt 10 Spielfeldern ausgetragen, was bei einer Spielzeit von 2mal 8 Minuten einer Gesamtspielzeit von 6.912 Minuten oder über 115 Stunden entspricht. Neben diesen Zahlen ist es noch faszinierender, die weit über 1.500 Kinder und Jugendlichen um die Ehre des Turniersieges kämpfen zu sehen, fast Heino Ringert vom Förderverein seine Eindrücke vom Turnier zusammen, ganz zu schweigen von den Besucherströmen, die sich bei überwiegend trockenem und teils sonnigem Wetter über den Sportplatz bewegten, um sich selbst einen Eindruck von der Atmosphäre zu machen, die von solch einem Event ausgehen. Neben dem Ehrgeiz des Erfolges, stand bei vielen Trainern und Betreuern vor allem die Teamfindung der Mannschaften im Fokus und war damit ein Grund für den Turnierbesuch in Hermannsburg. Die Hermannsburger bieten uns mit ihrem Turnier die Möglichkeit, so Stephan Philipps (Leiter der SG Hamburg-Nord), mit dem ganzen Verein einmal jährlich eine Vereinsausfahrt machen und alle, wirklich alle Mannschaften mitnehmen zu können. Sie sind neben der spieltechnischen Herausforderung noch dazu in der Lage, allein uns mit 300 Personen auch organisatorisch und logistisch zu händeln, was anderen Vereinen in einem Umkreis von 200km um Hamburg nicht möglich war. Das Rahmenprogramm war wie immer exzellent. Disco am Samstag, Feuerschlucker in der Dämmerung, Tombola, eine riesige 13m hohe Kletterwand des THW und vieles vieles mehr. Ein gut organisiertes Zeltlager sowie eine sehr gute Verpflegung rundeten insgesamt das Event ab. Insgesamt wieder Bestnoten für Stephan Ballüer und sein Orga-Team, welche uns tendenziell veranlassen könnte auch im kommenden Jahr den Waldsportplatz an der Lotharstraße zu bevölkern. Die Orga klappte super und unser Dank geht an alle, die so fleißig geholfen und das Turnier zu einem Highlight für unsere Kids werden ließen, so Philipps.

Während sich am Sonntag nach der Siegerehrung gegen 17.30 Uhr der Sportplatz in Hermannsburg schlagartig leerte, hieß es: Aufräumen! Und dort zeigt sich der Wert eines jeden Einzelnen. Viele Helfer haben mit angepackt und so konnten bereits um 20.00 Uhr die Tore des Waldsportplatzes wieder geschlossen werden. Bis auf Festzelt, Toilettenwagen und Getränkewagen war nicht mehr zu erkennen, dass hier noch vor gut 3 Stunden der „Bär los war“. Ein Event dieser größer ist nur möglich, wenn alle mit anpacken und ihre Kräfte bündeln. Das fängt beim Platzelektriker an und hört bei den Reinigungsdamen, die Großes geleistet haben, nicht auf. Zahlreiche helfende Hände der Sportler und Eltern und die große Unterstützung regionaler Gewerbetreibender tragen dazu bei, dass aus Visionen und Ideen Realität werden kann. Mit dem Wissen um diese Tatsache bedankt sich Ballüer im Namen der Handballer des TuS Hermannsburg und des Fördervereins stellvertretend beim DRK Kreisverband Celle, dem THW und der Gemeinde Hermannsburg.